Das Aufeinandertreffen zweier Welten
Die Leidtragenden unkorrekter und unmenschlicher Situationen sind, wie so oft, die Kinder. Sie sind gezwungen ihre Heimat zu verlassen und in Indien Zuflucht zu suchen. Werden sie dort auch gütig aufgenommen, bleiben sie dennoch stets Fremde in ihrem "Zuhause" und ihr Umfeld ist und wird nie das ihre. Und so ist es dort, in Indien und vor allem an der Grenze zu ihrer alten Heimat, wo Bedarf an Strukturen besteht, die den Kindern ihre Kultur, ihre Sprache und die tibetische Tradition lehren und die Leidtragendsten unter ihnen, die einsamen, verstörten und hilflosen Waisen, auffangen und ihnen ein Dach über dem Kopf sowie Hoffnung für ein besseres Leben geben.
Der Kern dieser Organisation ist das Tibetan Children's Village (
www.tcv.org.in). 1960 auf Geheiß des Dalai Lama gegründet, von dessen Schwester Frau Jetsun Pema geleitet, kümmert sich diese Organisation heute um 16.000 Kinder, in rund 49 verschiedenen Institutionen.
Wir waren dort und haben es mit unseren Augen gesehen: haben wahrgenommen, gefühlt, erlebt und verstanden.
Während des Dolomitenmarathons 2006, hatten wir die Ehre, Frau Jetsun Pema, begleitet von ihrem Mann Tempa Tsering, im Hotel La Perla zu empfangen und von ihr sehr detailliert über die Organisation, die Erziehungs- und Schulprogramme informiert zu werden.
Und so kam es, dass wir nach Indien reisten, um die Beziehung zu dieser wundervollen Frau und ihrer bedeutenden Arbeit zu vertiefen. Ihren Einsatz zum Erhalt und Schutz, des von einer unerbittlichen überlegenen Macht bedrohten, unterdrückten tibetischen Volkes zu begreifen, zu schätzen, lernen und uns gewissenhaft für die Belange verlorener Kinder einzubringen.